Reuthsee - Flächenversiegelung im Zusammenhang mit überfluteten Straßen und Kellern

Baugebiet Reuthsee - ist die enorme Flächenversiegelung mit überfluteten Kellern und Straßen in Zusammenhang zu bringen? Vor allem in Wohngebieten, die über Jahrzehnte nichts zu befürchten hatten?

 

Erschwerend zu früher fehlt nunmehr entlang der Bahnhofstraße der „sichernde“ Bahndamm und zudem der dort verlaufende Wassergraben.

Entgegen der fest vertretenen Meinung unserer Rathausspitze, die Flächenversiegelung sei im Vergleich zu früher eher geringer, stellen wir fest, dass annähernd die doppelte Fläche (siehe anhängende Bilder, Quelle Google Earth) versiegelt wird.

 

- Aufstellung eines Bebauungsplanes (BP)

- Beschleunigtes Verfahren

Gemäß Baugesetzbuch (BauGB) § 13a darf ein Bebauungsplan nur dann im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, wenn die Größe der Grundfläche im BP zwischen 20.000 – 70.000 m² beträgt → Grundfläche Baugebiet Reuthsee = ca. > 120.000 m².

Ein beschleunigtes Verfahren ist auch nur dann zulässig, wenn auf Grund einer Prüfung die Einschätzung erlangt wird, dass der BP voraussichtlich keine erheblichen Umweltauswirkungen haben wird. → Erhöhung des Grundwasserspiegels wurde hier offensichtlich außeracht gelassen!

Gemäß Baunutzungsverordnung (BauNVO) § 17 darf die bauliche Nutzung bzw. die Grundflächenzahl (GRZ) in reinen und besonderen Wohngebieten 0,6 = 60% versiegelte Flächen nicht überschreiten. Die zulässige Grundfläche kann im Regelfall für alle eben genannten baulichen Anlagen um bis zu 50% überschritten werden (höchstens jedoch bis zu einer Grundflächenzahl von 0,8).

 

Überraschend kommt hinzu, dass in einem, im Zusammenhang "Starkregen" gebrachter, und in der Bauausschuss-Sitzung verlesenen Antrag der Freien Wähler, neben vielen zu ergreifend Maßnahmen, sogar von einem überlasteten Kanalsystem zu hören war.

 

Obwohl doch im Vorfeld hydraulische Berechnungen des Kanalsystems (zusammenhängend, Kapillarwirkung) stattfanden. Ein beauftragtes Büro bestätigt hier - alles ist gut! - eine Überstauung (Wasser kommt aus dem Schachtdeckel) entsteht rechnerisch durch den Zufluss "Reuthsee" nicht → das mag zwar sein, aber eine Erhöhung des maximalen Wasserspiegels in den nachfolgenden Kanalhaltungen ist sicher gegeben.

 

Um die tatsächlich auftretenden Verschlechterung im Netz braucht sich demnach keiner mehr zu kümmern?

Im Rechennetzplan (Systemplan SMUSI) läuft das Bebauungsgebiet über einen Stauraumkanal SKU Erlanger Straße. Hierzu existiert doch ein Nachweis (nach DWA-M 153) dieses offensichtlich bereits bestehenden Stauraumkanals bezüglich der zulässigen Schmutzfrachteintragung in den Bach (nach DWA-M153) sowie des notwendigen Volumens einschließlich Reuthsee?

 

Ebenfalls wären hier Abnahmeprotokolle des Abwassersystems "Reuthsee" zu:

  • Druckprüfungen
  • Statik der Abwasserrohrleitungen
  • Deformationsprüfungen
  • usw. gemäß DIN EN 1610

nochmals einzusehen und zu prüfen.

 

Nun wird von externer Seite auch noch geprüft, ob das Regenrückhaltebecken (RRB) den Vorgaben entspricht (Das Volumen des Rückhaltebeckens wird nach den DWA-A 117 ermittelt). Hier sind maßgebend die versiegelte Einzugsfläche, die Regenspende = Regenwasseranfall in l/s*ha gemäß Kostra-Atlas für Adelsdorf- (siehe Anhang). In diesem Zusammenhang wäre der Wasserrechtsbescheid für den sogenannten Vorflutungsbereich (Reuthgraben) ebenfalls zu prüfen.

 

Durch das Vorhandensein eines "Vorfluters" stellt sich die Frage:
Weshalb wurde nicht das gesamte Baugebiet Reuthsee über ein Trennsystem entwässert?

 

Welche realen Maßnahmen zum Schutz der Bürger (Fürsorgepflicht der Gemeinde) sind nun erforderlich und welche Kosten entstehen? Oder vereinfacht gefragt - wer zahlt?

 

gemäß „Städtebaulichen Vertrag“

Hier erstellt der Bauträger Straßen, Wege und Abwasserkanäle nach den Vorgaben der Stadt bzw. Gemeinde.

Er muss die entsprechenden Planungen der Gemeinde zur Prüfung und Freigabe vorlegen.

Während der Bauzeit bzw. bis zur Abnahme hat der Bauträger die gesamte Verantwortung für die Kanalisation.

→ Kann diese das bereits anfallende Abwasser nicht aufnehmen und der Bauträger hat keine entsprechenden Maßnahmen dahingehend ergriffen, trägt er die alleinige Verantwortung.

→ Nach dem ERSTEN Starkregenereignis hätte der Bauträger ein Ing. Büro einschalten müssen, das entsprechende Vorkehrungen vorgibt.

Nach mängelfreier Abnahme übernimmt die Gemeinde die Anlagen in Ihren Bestand und somit in ihren Unterhalt.


KINDERGÄRTEN NUR ALS VERSPRECHEN?

Höchstadt macht es vor und investiert € 2,8 Mio für 950 Quadratmeter Kindergarten nach Abriss des Zentbechhofener Schulhauses. Nachdem in unserer Gemeinde Projekte nur mit Zuschüssen besprochen werden, ohne tatsächliche Zahlen zu definieren, gehen wir nun auch von Kosten in dieser Größenordnung aus. Das würde dann bei uns (KiGa / alte Schule Aisch) bedeuten, dass nach staatlichen Zuschüssen (70 % lt. Rathaus) € 840.000 für die Gemeinde bleiben, zzgl. der Kosten für den Abriss.

Auch in Neuhaus wurde ein neuer Kindergarten angesagt.

Für beide Projekte wäre es sinnvoll und wichtig, Zeitpläne zu definieren um mit der Umsetzung voran zu kommen. Vielleicht sind aber auch finanzierbare Alternativen erforderlich, um Pläne realisierbar zu machen.


Mehr Schein als Sein

von Georg Habermann, (2. Vorsitzender ABWI)

 

zum Kreisverkehr an der Einmündung Adelsdorf - Neuhaus / B470

 

Plötzlich also haben wir in Adelsdorf eine Debatte darüber, ob es an der Einmündung der ERH16 in die B470 eine Ampelanlage oder einen Kreisverkehr geben soll.

 

Die Freien Wähler und Bürgermeister Fischkal glauben offensichtlich, damit ein Thema gefunden zu haben, um sich zu profilieren!

 

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Für die Wiedereinführung einer über 50-jährigen Leistung der Gemeinde

Straßenkehrung - Verantwortung gegenüber den Bürgern in Adelsdorf

 

Wir sind für eine Straßenkehrung!
Um Straßenschäden vorbeugend zu vermeiden und teure Staßensanierungen abzuwenden.  Nach einer nicht durchführbaren Gebührenerhöhung ist die überzogene Reaktion unseres Bürgermeisters, die Kehrungen nun nicht mehr durchzuführen für uns nicht nachvollziehbar und schon gar nicht im Sinne unserer Bürger.  Damit verbunden sind wir für die Findung eines Kompromisses mit korrekten Kostenansätzen.

 

 Verdeckte Gebührenerhöhung, kostendeckend über Jahre!

Ich bin der Ansicht, dass die Verringerung der Kehrleistung vor knapp 3 Jahren (von 32 Kehrungen auf nur noch 17 Kehrungen) und die entstandene, versteckte Gebührenerhöhung um 46,88 % eine vorgesehene Kostensteigerung für lange Jahre nicht erforderlich gemacht hätte.

 

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