Mehr Schein als Sein

von Georg Habermann, (2. Vorsitzender ABWI)

 

zum Kreisverkehr an der Einmündung Adelsdorf - Neuhaus / B470

 

Plötzlich also haben wir in Adelsdorf eine Debatte darüber, ob es an der Einmündung der ERH16 in die B470 eine Ampelanlage oder einen Kreisverkehr geben soll.

 

Die Freien Wähler und Bürgermeister Fischkal glauben offensichtlich, damit ein Thema gefunden zu haben, um sich zu profilieren!

 

Überhaupt scheinen es den FW die Kreisel angetan zu haben: Erinnern wir uns doch noch an eine Offensive aus dem September 2013, als die FW den bereits bestehenden Kreisel auf der ERH16 mit Kunst aufwerten wollen. Daraus geworden ist allerdings bis heute nichts. 

Es ist zu befürchten, dass auch aus der von den Freien Wählern jetzt mit viel Tamtam angekündigten Offensive für einen Kreisverkehr auf der B470 ebenfalls nichts wird. Als Vertreter des Staatliches Bauamt würde mich es doch sehr wundern, jetzt von den Adelsdorfer Ideen aus der Presse zu erfahren. Denn wie Bürgermeister Fischkal selbst zugibt, hatte ihn doch das Bauamt "vor ein paar Wochen" kontaktiert und Überlegungen für eine Ampelanlage vorgestellt. Wie muss man sich ein solche Information vorstellen? Sass der Bürgermeister lediglich auf seinem Stuhl und hat sich die Pläne angehört? War er auf diese Thematik nicht vorbereitet und hätte er nicht in einer frühen Phase die Möglichkeit eines Kreisverkehr ansprechen können?

Wir werden es wohl nicht erfahren. Aber wir wissen dank des Zeitungsberichts immerhin, dass die Freien Wähler erst nach der Sitzung des Bauausschusses am 29. März aufgewacht sind. Unmittelbar nachdem SPD-Rat Jörg Bubel einen möglichen Weg aufgezeigt hatte, doch einen Kreisverkehr zu bekommen. Bis dahin hielten Bürgermeister und FW-Fraktion die Ampellösung wohl für gottgegeben. Dann wurde der große Plan für einen Kreisverkehr entwickelt, der auch gleich noch die Abzweigung der ERH16 nach Neuhaus beinhalten sollte. Und wenig dezent wurde den Planern des Staatlichen Bauamts noch mitgegeben, dass die von ihnen geplante Ampelanlage "nicht zeitgemäss" sei.

Es riecht alles sehr nach Aktionismus, als sei hier mehr Schein als Sein im Spiel. Die FW und der Bürgermeister erwarten doch nicht allen Ernstes, dass man Wochen nach dem ersten Gespräch mit dem Bauamt und ohne jegliche eigene Expertise einfach so seinen Willen bekommt? Will man in der Sache wirklich etwas erreichen, hätte man nicht so dilettantisch in die Angelegenheit hineinstolpern dürfen.

 

In diesem Zusammenhang:

 

die Pressemitteilung von Jörg Bubel (SPD) zum gleichen Thema

Kreisverkehr an der B470, Einmündung Adelsdorf - Neuhaus

 

 

Mit Erstaunen habe ich heute in der Zeitung gelesen, dass die FW Adelsdorf einen Antrag an die Gemeinde Adelsdorf gestellt haben sich für einen Kreisverkehr an der Einmündung der Kreisstraße (Adelsdorf-Neuhaus) in die B470 einzusetzen.

In der Bauausschusssitzung der Gemeinde am letzten Mittwoch hat der Bürgermeister mitgeteilt, das die Straßenbaubehörde beabsichtigt eine Ampelanlage an dieser Kreuzung zu installieren und dass es nach seiner Ansicht besser wäre, dort einen Kreisverkehr zu bauen, aber man nichts ändern kann, da die Gemeinde kein Mitspracherecht habe.

Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, dass das eine Kreuzung mit einer Kreisstraße ist und der Landkreis / Kreistag sehr wohl ein Mitspracherecht habe und auch mit bezahlen müsse. Den Bürgermeister und die Gemeinde habe ich deshalb in der Sitzung aufgefordert, sich beim Landkreis für den Bau eines Kreisverkehrs einzusetzen. Erfolgreich hat das die SPD-Kreistagsfraktion vor ca. 10 Jahren beim Kreisverkehr bei Möhrendorf getan.

Deshalb war ich nun erstaunt dass die FW jetzt meine Aufforderung an die Gemeinde als eigenen Antrag ausgeben.
Fremde Federn schmücken eben auch, besonders, wenn man keine eigenen hat.

Das war schon in der Schule so, wer nichts weis schreibt ab.

Jörg Bubel, SPD-Gemeinderat